Pflanzen und insbesondere Blumen sind, ähnlich wie wir Menschen, für verschiedene Krankheiten anfällig, darunter auch die Rosenkrankheiten, die wir in diesem Beitrag besprechen möchten. Zwar bleiben die meisten heutigen Rosen gegen die äußeren Bedingungen ziemlich resistent, aber bestimmte unerwünschte Faktoren können doch zur Entstehung gefährlicher Infektionen führen.
Ferner werden wir uns diverse Fälle näher ansehen und auf die Frage antworten, wie man Rosenkrankheiten erkennen und bekämpfen kann. Hoffentlich können Sie dann diejenige Krankheit, an die Ihre Rose vielleicht leidet, richtig diagnostizieren und eine rechtzeitige Behandlung durchführen.
Aus diesem Beitrag erfahren Sie:
- Pflanzen, insbesondere Rosen, sind anfällig für verschiedene Krankheiten. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen:
- Wie Sie Rosenkrankheiten frühzeitig erkennen
- Welche Maßnahmen zur Bekämpfung geeignet sind
- Wie Sie Ihre Rosen langfristig gesund halten
Rosenkrankheiten – warum Vorbeugung so wichtig ist
Rosen gehören zu den beliebtesten Blumen in Gärten weltweit, doch ihre Schönheit geht oft mit empfindlicher Gesundheit einher. Auch wenn moderne Rosensorten widerstandsfähiger sind als früher, können verschiedene Krankheiten schnell auftreten und die Blütenpracht erheblich beeinträchtigen. Ein frühzeitiges Erkennen von Symptomen und das Wissen um die häufigsten Ursachen sind entscheidend, um die Pflanzen gesund zu erhalten. Von Pilzinfektionen über bakterielle Rosenerkrankungen bis hin zu schädigenden Umweltfaktoren – jede Ursache erfordert gezielte Maßnahmen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Faktoren am häufigsten Rosenkrankheiten auslösen und worauf Sie bei der Pflege achten sollten.

Krankheiten bei Rosen – Ursachen
Zu den wichtigsten und am häufigsten auftretenden Faktoren, die Rosenkrankheiten verursachen, gehören:
- falsche Platzierung des Rosengartens;
- Fehler bei der Bepflanzung und Pflege;
- negative Witterungseinflüsse, wie etwa übermäßige Regenfälle, Frost, Tauwetter oder im Gegenteil Dürre und Feuchtigkeitsmängel;
- Schädlinge.
Rosenkrankheiten teilt man generell in zwei Gruppen ein:
- infektiöse Krankheiten;
- nicht-infektiöse Erkrankungen.
Die erste Gruppe bezeichnet sämtliche Krankheiten, die man in Pilz-, Bakterien- und Virenerkrankungen unterteilt. Wenn es um die letzteren geht, so sind in erster Linie Wurzel- und Stammkrebs in der Rosenwelt verbreitet und für diese Pflanze gefährlich. Wir empfehlen Ihnen auch unseren Beitrag über die Pilze im Garten.
Zu der zweiten Gruppe zählen Krankheiten, die nicht von Pflanze zu Pflanze übertragbar sind, sondern aufgrund ungünstiger Wetter- bzw. Umweltbedingungen entstehen. So verdorren die Rosen z.B. beim Mangel von Feuchtigkeit. Ein anderes Beispiel: wenn die Wurzeln an den Blättern hängenbleiben, können gelbe Flecken auftreten, wodurch die Blätter braun werden und anschließend abfallen. Dies führt im Endeffekt zum Tod des Wurzelsystems und damit der ganzen Pflanze. Wichtig ist auch die Art der mineralischen Ernährung. Wenn eine solche Möglichkeit besteht, ist es ratsam, eine Bodenanalyse im spezialisierten Labor durchzuführen und von Fachleuten Empfehlungen zur Anwendung erforderlicher Düngemittel einzuholen.

Die häufigsten Rosenkrankheiten
Rosen sind empfindliche Pflanzen, die auf verschiedene Umwelteinflüsse und Schaderreger reagieren. Zu den häufigsten Problemen zählen Pilzinfektionen, bakterielle Erkrankungen sowie Virusinfektionen. Jede dieser Krankheiten zeigt charakteristische Symptome, die eine frühzeitige Erkennung und gezielte Behandlung ermöglichen. Pilzkrankheiten wie Rosenrost oder Echter Mehltau treten besonders bei feuchtem Wetter auf, während Wurzel- oder Stammkrebs oft durch geschwächte Pflanzen verursacht wird. Auch unsachgemäße Pflege, falsches Düngen oder ungünstige Standortbedingungen können die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen. Eine sorgfältige Beobachtung der Pflanzen, regelmäßige Pflege und vorbeugende Maßnahmen sind daher entscheidend für gesunde Rosen und eine reiche Blütenpracht.
| Krankheit | Erreger | Typische Symptome |
|---|---|---|
| Rosenrost | Pilz (Puccinia) | Orangefarbene Pickel auf Unterseiten der Blätter, Blätter welken |
| Echter Mehltau | Pilz (Sphaerotheca pannosa) | Weiße, pulvrige Beläge auf Blättern, Knospen und Trieben |
| Falscher Mehltau | Pilz (Peronospora sparsa) | Gelbe Flecken auf Blättern, schwarzer Belag, Blattfall |
| Sternrußtau | Pilz (Marssonina rosae) | Kleine schwarze Flecken auf Blättern, Blätter fallen ab |
| Stammkrebs | Bakterium (Agrobacterium tumefaciens) | Dichte Wucherungen am Stamm, Verfall der Pflanze |
| Blattfleckenkrankheiten | Verschiedene Pilze | Gelbe bis braune Flecken auf Blättern, Blattfall |
| Schorf | Pilz (Elsinoë rosarum) | Braune, eingesunkene Flecken auf Blättern, Rinde beschädigt |
| Botrytis (Grauschimmel) | Pilz (Botrytis cinerea) | Grauer Schimmel auf Blüten und Knospen, Verfaulen der Blüten |
| Verticillium-Welke | Pilz (Verticillium dahliae) | Welken von Blättern, meist einseitig, Pflanze stirbt ab |
| Rostpilz auf Trieben | Pilz (Phragmidium spp.) | Orangerote Pusteln auf jungen Trieben, Blätter werden deformiert |
| Rosenvirus | Virus | Verfärbte, gestreifte Blätter, Wachstumsstörungen |
| Mehltaupilz auf Blattstielen | Pilz (Sphaerotheca pannosa var. rosae) | Weißlicher Belag auf Stielen, Blätter rollen sich ein |

Rosenrost – Ursachen, Symptome und Bekämpfung
Nur ein Buchstabe trennt Rosenrot von Rosenrost – und doch macht er einen gewaltigen Unterschied. Sobald der Rostpilz (Puccinia) zuschlägt, verliert die Rose ihre leuchtende Farbe, welkt ab und droht schließlich zu sterben. Die typischen Symptome sind orangefarbene Pusteln auf der Unterseite der Blätter und an den Stecklingen. Mit der Zeit vergrößern sich diese Wucherungen, färben sich rostig und im Herbst schließlich braun. Betroffenes Laub fällt ab, die Triebe kräuseln sich, trocknen aus und brechen, was den Stamm verformt.
Die Bekämpfung erfolgt durch systematisches Auftragen von Fungiziden mit unterschiedlichen Wirkstoffen sowie durch das Entfernen und Verbrennen befallener Triebe, Blätter und Stängel. Um Rosenrost vorzubeugen, empfiehlt sich im Frühjahr eine Behandlung mit 1%iger Bordeauxbrühe, einem universellen Präparat zur Prophylaxe gegen zahlreiche Pflanzenkrankheiten.

Schwarze Flecken auf Rosenblättern – was steckt hinter dem Sternrußtau?
Der Sternrußtau zählt zu den am weitesten verbreiteten und zugleich gefährlichsten Pilzkrankheiten bei Rosen. Verursacht wird er durch den Erreger Marssonina rosae, der sich vor allem unter feuchten und kühlen Bedingungen rasch ausbreitet. Besonders in regenreichen Sommern kann die Krankheit große Teile eines Rosengartens befallen und die Pflanzen stark schwächen.
Die Sporen des Pilzes überwintern auf abgefallenen Blättern oder im Boden. Sobald im Frühjahr die Temperaturen steigen und sich Feuchtigkeit bildet, werden sie durch Wind, Spritzwasser oder Gartengeräte auf gesunde Pflanzen übertragen. Dort dringen sie in das Blattgewebe ein und vermehren sich schnell.
Zu den typischen Symptomen gehören kleine, dunkelbraune bis schwarze Flecken auf der Oberseite der Blätter, die häufig von einem gelben Hof umgeben sind. Im weiteren Verlauf breiten sich diese Flecken aus, die Blätter rollen sich ein, werden schwarz und fallen frühzeitig ab. Bei starkem Befall verliert die Rose fast ihr gesamtes Laub, was die Blütenbildung erheblich beeinträchtigt. Die geschwächte Pflanze ist zudem anfälliger für Frostschäden und weitere Krankheiten.
Ein ungünstiger Standort, mangelnde Luftzirkulation oder zu stickstoffreiche Düngung begünstigen den Befall zusätzlich. Um Sternrußtau vorzubeugen, sollten Rosen an einem sonnigen, gut belüfteten Platz wachsen. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass die Blätter möglichst trocken bleiben – idealerweise gießt man morgens direkt an der Wurzel. Abgefallenes Laub sollte regelmäßig entfernt und nicht kompostiert, sondern entsorgt oder verbrannt werden. Empfehlenswert ist auch die Wahl resistenter Sorten wie ‘Bonica 82’, ‘Heidetraum’ oder ‘Leonardo da Vinci’.
Wie kann man den Sternrußtau auf Rosen bekämpfen?
Zur Bekämpfung eines Befalls helfen systemische Fungizide mit unterschiedlichen Wirkstoffen (z. B. Tebuconazol, Difenoconazol, Azoxystrobin). Durch einen regelmäßigen Wechsel der Präparate lässt sich die Bildung von Resistenzen vermeiden. Wer lieber umweltfreundlich handelt, kann auf bewährte Hausmittel zurückgreifen – etwa Spritzlösungen aus Molke und Jod, Ackerschachtelhalmbrühe oder Backpulverlösung. Diese natürlichen Mittel wirken besonders gut in den frühen Stadien der Krankheit und stärken gleichzeitig das Pflanzengewebe.

Hausmittel gegen Sternrußtau – natürliche Alternativen zu Fungiziden
Molke-Jod-Lösung
Mischen Sie 1 Liter Molke mit 9 Litern Wasser und geben Sie 10 Tropfen Jod hinzu.
Die Lösung gut verrühren und abends auf die Blätter sprühen. Molke enthält Milchsäurebakterien, die das Pilzwachstum hemmen, während Jod desinfizierend wirkt.
Ackerschachtelhalmbrühe (Zinnkrautbrühe)
Geben Sie 1 kg frisches oder 150 g getrocknetes Zinnkraut in 10 Liter Wasser und lassen Sie die Mischung 24 Stunden ziehen. Danach etwa 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln, abkühlen lassen und abseihen.
Diese Brühe stärkt die Zellstruktur der Blätter und wirkt vorbeugend gegen Pilzinfektionen. Ideal: alle 10–14 Tage sprühen.
Backpulverlösung
Lösen Sie 1 Esslöffel Backpulver und 1 Teelöffel Pflanzenöl in 1 Liter Wasser auf und geben Sie einen Spritzer flüssige Seife hinzu, damit die Lösung besser haftet.
Backnatron erhöht den pH-Wert der Blattoberfläche, was Pilzsporen an der Keimung hindert.
Ascheaufguss
Mischen Sie 2 Tassen Holzasche mit 2 Litern heißem Wasser, lassen Sie alles einige Stunden ziehen und verdünnen Sie anschließend mit 10 Litern Wasser.
Vor dem Sprühen gut umrühren. Kalium und Spurenelemente aus der Asche stärken die Pflanze und wirken leicht fungizid.
Zwiebelschalen-Sud
Übergießen Sie 300 g Zwiebelschalen mit 10 Litern Wasser und lassen Sie die Mischung 48 Stunden ziehen oder kurz aufkochen. Danach abseihen und kühl lagern.
Zwiebelschalen enthalten Schwefelverbindungen, die gegen viele Pilzerkrankungen wirksam sind.
Diese natürlichen Mittel sollten regelmäßig – etwa alle 7–10 Tage – angewendet werden, besonders nach Regenperioden. Wichtig ist, die Unterseiten der Blätter ebenfalls zu besprühen, da sich dort häufig die Pilzsporen befinden.
Wer zusätzlich vorbeugend handeln möchte, kann Rosen ab dem Frühjahr im Abstand von zwei Wochen mit verdünnter Molke oder Zinnkrautbrühe behandeln. Eine konsequente, naturnahe Pflege stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen und senkt das Risiko eines erneuten Befalls erheblich.
Sollte man den Sternrußtau bei der Rose zurückschneiden?
Zur Bekämpfung des Sternrußtaus empfiehlt sich eine Wechselbehandlung mit systemischen Fungiziden, die unterschiedliche Wirkstoffe enthalten. So kann man beispielsweise Topas mit Skor bzw. Ridomil Gold mit Quadris im Abstand von etwa 10–14 Tagen abwechselnd anwenden. In der Regel sind zwei bis drei Behandlungen ausreichend.
Auf die Frage, ob man befallene Rosen zurückschneiden sollte, lautet die Antwort: Nein, ein Rückschnitt der gesamten Pflanze ist nicht nötig. Befallene Blätter und Pflanzenteile sollten jedoch sofort entfernt und verbrannt werden, um die Ausbreitung der Pilzsporen zu verhindern. Hier können Sie mehr über den richtigen Rosenschnitt lesen.
Falscher Mehltau bei Rosen – Symptome, Ursachen und Vorbeugung
Als eine ziemlich aggressive Pilzinfektion kann falscher Mehltau Rosen bereits im Entwicklungsstadium angreifen und sich bis zu 5-7 Jahren im Boden entwickeln. Dies ist eine Peronosporose-Erkrankung, d.h. eine Blattfleckenkrankheit, deren rechtzeitige Erkennung eine schwierige Aufgabe sein kann. Der Grund dafür besteht darin, dass falscher Mehltau die Rose mit Flecken befällt, die den schwarzen Flecken des Sternrußtaus ähneln.
Viele Gärtner sind der Meinung, dass die charakteristischen Zeichen des falschen Mehltaus auf den Sauerregen zurückzuführen sind. Die Logik ist zwar nachvollziehbar, aber die wahren Gründe liegen woanders, nämlich:
- plötzliche (und starke) Temperaturschwankungen während des Tages und in der Nacht;
- Bewässerung mit sehr kaltem Wasser (sollte man keineswegs machen, da die Rosen äußerst temperaturempfindlich sind);
- Generell bildet hohe Luftfeuchtigkeit ein eher gefährliches, für die Vermehrung des Pilzes günstiges Umfeld;
- Infektionsverbreitung durch Gartengeräte (Werkzeuge) sowie durch den Kontakt mit bereits betroffenen Pflanzen (daher sollte man die Ablagerungen von Pflanzenresten vom Gelände entfernen).
Und nun gehen wir zu den Heilmethoden über.

Falscher Mehltau Rosen – Hausmittel zur Bekämpfung
Niedrige Nachttemperaturen, schon ab unter +10 Grad, können die Entstehung und Entwicklung dieser Infektion erleichtern, besonders wenn die Tagestemperaturen danach wesentlich höher sind. Im Sommerende bzw. Herbstanfang (September), wenn die Regentropfen vom Gebäudedach niederfallen, ist das Risiko besonders hoch. Ist das Wetter aber trocken und heiß, so entfaltet sich die Krankheit wesentlich langsamer und kann sogar aufhören.
Was die Bekämpfungsmethoden angeht, so sind die chemischen Präparate mehr oder weniger dieselben, wie beim Rosenrost und anderen bakteriellen Rosenkrankheiten. Will man aber etwas umweltfreundlicher handeln und im Internet unter „falscher Mehltau Rosen Hausmittel“ googelt, so lassen sich auch solche Methoden finden. Dazu gehören z.B.:
- Eine Lösung aus Molke und Jod. In 9 L Wasser 1 L Molke und 10 Tropfen Jod auflösen. Danach den Busch abends mit einer gebrauchsfertigen Lösung mithilfe einer Sprühflasche besprühen;
- Ascheaufguss. 2 Tassen Holzasche in 2 L kochendem Wasser auflösen. Die Asche sollte man mehrere Stunden ziehen, abseihen und mit 10 L Wasser verdünnen. Danach die Büsche mit der fertiggestellten Tinktur besprühen;
- Lösung aus Kaliumparmanganat. 1 g Kaliumpermanganat in 10 L Wasser auflösen und infizierte Pflanzen damit besprühen;
- Zwiebelschalen-Mischung. 300 g Zwiebelschale mit 10 L Wasser begießen, etwa 48 Stunden kochen und ziehen lassen. Danach abseihen und die Blume besprühen.
Die Vorteile einer solchen Krankheitsbehandlung verstehen sich von selbst. Allerdings sind die Hausmittel vor allem in der Anfangsphase der Erkrankung wirksam. Später können sie nicht mehr so effektiv sein.
Echter Mehltau bei Rosen – alles, was Sie über Rosenkrankheiten wissen sollten
Ähnlich wie der falsche Mehltau kann auch echter Mehltau eine der gefährlichsten Rosenkrankheiten sein und die Rosen schwer beschädigen bzw. töten, falls man ihn nicht rechtzeitig beseitigt. Der Erreger dieser Krankheit ist der Pilz, dessen ursprüngliche Bezeichnung Sphaerotheca pannosa lautet. Als charakteristisches Merkmal gilt das Auftreten einer weißen, etwas pulvrigen Beschichtung auf den Blättern, Stängeln und Knospen. Mit der Zeit wird dieser Fleck bzw. die Plaque dichter und bekommt eine gräuliche Farbe. Darüber hinaus erscheinen darauf schwarze Fruchtkörper (Fortpflanzungsorgane) des Pilzes. Da die Sporen vom Wind leicht getragen werden können, führt dies zur Infizierung anderer Blumen.
Wie gesagt, ist die Wirkung des echten Mehltaus, der sich auch beim trockenen und warmen Wetter entwickeln kann, auf die Rose sehr gefährlich. Die betroffenen Blätter und Knospen kräuseln sich, vertrocknen und fallen ab, die Triebe biegen sich und sterben. Insbesondere instabile Rosensorten, die im Schatten wachsen, sind für diese Rosenkrankheit anfällig.

Wie kann man den Echten Mehltau bei Rosen bekämpfen?
Bevor also echter Mehltau Rosen bekämpfen wird, sollte man den Mehltau bekämpfen. Dafür gibt es ebenfalls erprobte Methoden. Bei den ersten Anzeichen der Krankheit sei die Rose mit systemischen Fungiziden zu behandeln. Vergessen Sie jedoch nicht, die Präparate regulär zu wechseln, weil die Bakterie ansonsten sich an ein bestimmtes Präparat gewöhnen kann und eine gewisse Immunität dagegen entwickelt. So kann man beispielsweise Topaz oder Skor mit Quadris oder Fundazol abwechseln. Die Behandlung ist ca. 10-14 Tage durchzuführen, bis die Anzeichen der Krankheit völlig verschwinden. Im Herbst sollte man alle beschädigten Blätter und Triebe verbrennen.
Rosenkrankheiten am Stamm – Stammkrebs frühzeitig erkennen und bekämpfen
Hinzufügend sollte man erwähnen, dass manche Rosenkrankheiten am Stamm entstehen. Besonders gefährlich ist der Stammkrebs, dessen Erreger einen schwer auszusprechenden Namen trägt: Agrobacterium tumefaciens. Zu den typischsten Symptomen gehören dichte Wucherungen, die such um den Stamm herum bilden und durch die Vermehrung der Bakterien verfaulen. Die vom Stammkrebs betroffene Pflanze wird immer schwächer und stirbt schließlich ab.
Um dies zu bekämpfen, sollte man die kranken Rosenteile abschneiden und als Kontrollmaßnahme eine Desinfektion mit 1%iger Kupfersulfat-Lösung durchführen. Am besten sei das in den früheren Krankheitsstadien zu machen, daher ist es so wichtig, den Rosenkrebs so schnell wie möglich zu erkennen. Für die Vorbeugungszwecke solle man keine neuen Rosen an denjenigen Stellen pflanzen, wo die infizierten Pflanzen gewachsen sind. Und zwar im Laufe von 3-4 Jahren, weil die Bakterien sehr lange im Boden bleiben.

Wie kann man Stammkrebs bei Rosen vorbeugen?
Die beste Methode gegen diese Rosenkrankheit ist eine konsequente Vorbeugung, denn eine vollständige Heilung bereits infizierter Pflanzen ist kaum möglich. Entscheidend ist dabei die Sorgfalt beim Pflanzen und Pflegen der Rosen.
- Verletzungen vermeiden: Beim Einpflanzen, Umpflanzen oder Schneiden sollte man äußerst vorsichtig vorgehen. Jede Verletzung an Wurzeln oder Trieben kann eine Eintrittsstelle für Bakterien sein.
- Sauberes Werkzeug verwenden: Gartenscheren, Messer und Spaten müssen regelmäßig desinfiziert werden – zum Beispiel mit Alkohol oder einer milden Kupfersulfat-Lösung.
- Gesunde Jungpflanzen kaufen: Rosen sollten ausschließlich aus zuverlässigen Baumschulen stammen. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass Wurzeln und Stamm frei von Verdickungen oder Verfärbungen sind.
- Bodenpflege beachten: In schwerem, schlecht durchlüftetem Boden fühlen sich die Bakterien besonders wohl. Eine gute Bodenlockerung und Drainage kann das Risiko deutlich reduzieren.
- Pflanzwechsel einhalten: Nach einem Krankheitsbefall sollte an derselben Stelle mindestens 3–4 Jahre keine Rose mehr gepflanzt werden. In dieser Zeit kann man dort robuste, nicht anfällige Zierpflanzen wie Lavendel, Salbei oder Ziergräser anbauen.
Mit diesen einfachen, aber wirksamen Maßnahmen lässt sich das Risiko einer Infektion erheblich senken und die Lebensdauer der Rosenpflanzen deutlich verlängern.

Wie kann man die Krankheiten von Rosen bekämpfen?
Die Rose gehört zu den beliebtesten Blumen in der ganzen Welt. Es nimmt kein Wunder, denn zur natürlichen Schönheit dieser außergewöhnlichen Pflanze kommt auch eine transkulturell verbreitete Mythologie hinzu. Seit Jahrhunderten gilt die Rose als die „Königin der Blumen“, mit der mehrere Traditionen, Bräuche, Märchen und Legenden verbunden sind. Daher wollen viele Gärtner, ob Anfänger oder bewanderte Kenner, in ihrem Garten unbedingt auch Rosen haben.
Doch neben dem Pflanzen spielt auch die Pflege eine bedeutende Rolle. Weiß man, wie man sich um eine Rose wirksam kümmert und welche Rosenkrankheiten auftreten können, so wird Ihr Rosengarten Sie und Ihre Nächsten mit seiner umwerfenden Rosenblütenpracht permanent erfreuen. Somit hoffen wir, dass unser Artikel Ihnen die wichtigsten Informationen dazu erteilen konnte, wie man Rosenkrankheiten bekämpfen und rechtzeitig erkennen kann. Wir wünschen Ihnen viel Glück dabei, die Welt stets durch eine blühende Rosa-Brille zu betrachten!
FAQ Häufig gestellte Fragen zu den Rosenkrankheiten
Eine kranke Rose kann oft gerettet werden, wenn man die Ursache früh erkennt. Entfernen Sie befallene Blätter und Triebe, verbessern Sie die Luftzirkulation und vermeiden Sie Staunässe. Bei Pilzkrankheiten helfen gezielte Fungizide oder natürliche Spritzlösungen. Anschließend sollte die Pflanze mit organischem Dünger gestärkt werden, um ihre Regeneration zu fördern.
Die häufigste Rosenkrankheit ist der Sternrußtau (Marssonina rosae). Er zeigt sich durch schwarze Flecken auf den Blättern, die schließlich vergilben und abfallen. Bei starkem Befall verliert die Rose ihr gesamtes Laub und wird geschwächt, was die Blütenbildung beeinträchtigt.
Gegen Rosenrost und Sternrußtau helfen vor allem systemische Fungizide mit wechselnden Wirkstoffen, um Resistenzen zu vermeiden. Wichtig ist auch eine gute Vorbeugung: Rosen sonnig und luftig pflanzen, Blätter beim Gießen trocken halten und abgefallenes Laub entfernen. Wer natürliche Mittel bevorzugt, kann Molke-Jod-Lösungen, Ackerschachtelhalmbrühe oder Backpulver-Sprays verwenden – besonders wirksam im Frühstadium der Krankheit.
Ein Pilzbefall auf Rosen zeigt sich meist durch Verfärbungen, Flecken oder Beläge auf den Blättern. Typisch sind weiße, pulvrige Schichten (Echter Mehltau), gelbe oder schwarze Flecken (Sternrußtau, Falscher Mehltau) oder orangefarbene Pusteln auf der Blattunterseite (Rosenrost). Betroffene Blätter rollen sich ein, welken oder fallen ab, und die Pflanze wirkt insgesamt geschwächt.
Rosenrost kehrt häufig zurück, weil die Pilzsporen im Boden oder an Pflanzenresten überwintern und im nächsten Frühjahr erneut aktiv werden. Auch feuchte Witterung, ungenügender Abstand zwischen den Pflanzen und mangelnde Luftzirkulation fördern den erneuten Befall. Wer Rosenrost dauerhaft verhindern möchte, sollte regelmäßig befallenes Laub entfernen, Fungizide vorbeugend anwenden und die Rosen an einen sonnigen, gut belüfteten Standort pflanzen.
Wird Rosenrost nicht behandelt, breitet sich der Pilz schnell über die gesamte Pflanze aus. Die Blätter welken, verfärben sich braun und fallen vorzeitig ab, wodurch die Rose geschwächt wird und weniger Blüten bildet. Bei starkem oder wiederholtem Befall kann die Pflanze komplett eingehen, da sie durch den Blattverlust keine Energie mehr produzieren kann. Außerdem überdauern die Sporen im Herbst und führen im nächsten Jahr zu einem erneuten, meist stärkeren Befall.
Rosenrost lässt sich mit Fungizidlösungen gezielt bekämpfen, z. B. mit Präparaten auf Basis von Tebuconazol, Difenoconazol oder Azoxystrobin. Vorbeugend oder bei leichtem Befall können auch Hausmittel helfen, wie Molke-Jod-Lösung, Ackerschachtelhalmbrühe oder Backpulver-Wasser-Lösung. Wichtig ist, die Lösung regelmäßig auf die Blattunterseiten zu sprühen, da sich dort die Pilzsporen sammeln.
Braune Flecken auf Rosenblättern werden meist durch Blattfleckenkrankheiten verursacht, die von verschiedenen Pilzen ausgelöst werden, z. B. Diplocarpon rosae oder Elsinoë rosarum. Typische Symptome sind gelbe Ränder um braune Flecken, Blattverfärbung, Kräuseln und vorzeitiger Blattfall. Unbehandelt kann die Pflanze geschwächt werden und weniger Blüten ausbilden.
Nein, der Rostpilz auf Rosen (Puccinia spp.) ist nicht gefährlich für Menschen oder Haustiere. Er befällt ausschließlich Pflanzen, vor allem Rosen, und verursacht dort orangefarbene Pusteln auf den Blättern. Für den Menschen besteht keine Infektionsgefahr, allerdings kann ein starker Befall die Pflanze schwächen und ihre Blütenbildung beeinträchtigen.
