Rasen kalken

Rasen kalken

Rasen kalken. Worauf beruht das?

Unser neuester Beitrag betrifft das Rasen Kalken. Kalk für den Rasen reichert den Boden mit basischen (alkalischen) Stoffen an. Das Kalken des Rasens kann manuell oder mit einem Streuer erfolgen. Das Verfahren besteht in der Düngung mit einem speziellen Entsäuerungspräparat. Dazu verteilen wir den Kalk mit schwungvollen Bewegungen gleichmäßig über die gesamte Rasenfläche oder verwenden einen professionellen Streuer, der uns die Arbeit erleichtert. Ganz wichtig, während des Kalkens sollten Sie darauf verzichten, den Rasen gleichzeitig mit anderen Düngemitteln zu düngen, sowie neue Rasenmischungen zu säen. Um sicherzugehen, dass die Kalkung unseres Rasens richtig ist, lohnt es sich vorher den pH-Wert unseres Rasens mit Tests zu überprüfen. Vor dem Kalkstreuen sollte man sich mit Handschuhe, Schutzbrille und Schutzkleidung ausstatten. Düngemittel enthalten nämlich schädliche Zusatzstoffe, die nicht mit der Haut in Berührung kommen sollten.

Wozu wird Kalk für den Rasen verwendet?

Rasenkalkung empfiehlt sich dann, wenn Moos oder viele Unkräuter auf unserem Rasen erscheinen. Man kann außerdem eine Ausdünnung des Grases und ein langsameres Wachstum der Grashalme beobachten. Warum Kalk für den Rasen? Erstens stellt das Kalken des Rasens den richtigen pH-Wert des Bodens wieder her, der hauptsächlich für das richtige Wachstum des Grases verantwortlich ist. Wenn der Wert unseres Rasens um die Grenze 5,5 schwankt, lohnt es sich, eine Kalkung einzusetzen, die den richtigen pH-Wert unseres Rasens wiederherstellt – er wird durch einen sauren pH-Wert neutral. Darüber hinaus beeinflusst Kalk die Struktur des Substrats und wirkt sich positiv auf die Mikroflora des Bodens aus. Wichtig ist, dass der saure pH-Wert der Erde auch die Aufnahme wertvoller Nährstoffe wie N, P, K oder anderer Mikronährstoffe blockiert. Kein Wunder also, dass unser Rasen „vor den Augen eingeht“, wenn man sein pH-Wert nicht auf dem richtigen Niveau hält.

Rasen kalken und düngen
Kalk für den Rasen

Rasen kalken Moos

Kalk gegen Moos im Rasen ist mit Abstand die effektivste Methode, um den unerwünschten „Zusatzstoff“ auf unserem Rasen schnell wieder loszuwerden. Moos auf Rasenflächen ist der wahre Fluch eines jeden Gärtners. Die genaue Durchführung des Verfahrens, durch das der Boden alkalisch wird, schafft ungünstige Bedingungen für das Wachstum von Moos, das im Endeffekt von selbst abstirbt und dem Gras Platz bietet.

Rasen kalken wann?

Wann sollte man am besten Kalk streuen? Dies ist eine sehr wichtige Frage, und die Wahl des richtigen Termins ist von größter Bedeutung. Die perfekte Zeit für die Rasenkalkung ist Ende Februar/Anfang März und im Herbst. Außerdem sollte der Tag windstill sein und es sollte nicht regnen.

Rasen im Herbst kalken

Das Kalken des Rasens im Herbst, in der Zeit wenn das Gras aufhört zu wachsen, ist eine sehr gute Jahreszeit, um die geplante Behandlung durchzuführen, den richtigen pH-Wert des Rasens wiederherzustellen. Eine ausgezeichnete empfohlene Zeit ist der Zeitraum von Anfang September bis Ende November. Es ist jedoch zu beachten, dass man das Kalken nicht jeden Herbst durchführen sollte. Die Düngemittel dringen langsam in die Wurzelschicht ein.

Welcher Kalk auf Rasen?

Viele Menschen fragen sich, welche Art von Rasenkalk man verwenden sollte, damit er am effektivsten wirkt. Sicherlich sollte die Entsäuerung des Rasens auf Präparaten, die auf einer der beiden Komponenten – Dolomit oder Düngekreide – basieren. Trotz der Tatsache, dass beide gemeinhin als Kalk bezeichnet werden, gibt es einige Unterschiede zwischen ihnen. Kreide ist Calciumcarbonat, dessen Wirkung bereits im ersten Jahr nach dem Kalken bemerkbar ist. Die Anwendung sollte jedoch wiederholt werden. Wenn wir hingegen eine langfristige Resultate wünschen, sollte man lieber Dolomit wählen. Zwar können wir die ersten sichtbaren Ergebnisse erst in der zweiten Saison nach dem Kalken bemerken, aber die Wirkung hält länger an. Darüber hinaus unterscheiden sich Kreide und Dolomit im prozentualen Anteil an Calciumoxid. Kreide enthält 50 % davon und Dolomit 30 %.

Baukalk für Rasen – ist das eine gute Lösung?

Das Kalken des Rasens mit Baukalk ist nicht empfehlenswert. Wenn wir eine professionelle Behandlung durchführen möchten, sollten man dafür nur vorgesehene Düngemittel verwenden. Zunächst einmal hat Baukalk eine unbekannte Zusammensetzung und die ihm zugesetzten Inhaltsstoffe können den Zustand unseres Rasens nur verschlechtern.

Rasen kalken
Rasenkalken verhindert den Wachstum von Moos auf dem Rasen

Wie teuer ist Rasenkalk? Preisliste

Der Preis hängt in erster Linie von der Oberfläche des Rasens, sowie von der Art des gewählten Düngers ab. Entscheiden wir uns für Dolomit, benötigen wir davon mehr als bei Düngekreide. Der Preis für 5 kg Dolomit beträgt ca. 2 Euro. Man sollte eine Dosis von 0,8-2,1 kg pro 10 m2 verwenden (die Menge hängt vom pH-Wert, der Art des Bodens und seiner Fülle ab). Düngekreide kostet etwa 3 Euro pro 5 kg und der durchschnittliche Verbrauch beträgt 0,75 kg pro 10 m2. Kalk für Ihren Rasen ist daher eine ökonomische Möglichkeit, den allgemeinen Rasenzustand deutlich zu verbessern.