Rasen düngen

Wann Rasen düngen und womit. Alles über Düngemittel

Ein schöner Rasen bedarf entsprechender Nährstoffe. Um diese zu verwenden, muss man allererst richtige, d.h. für unseren Rasen geeignete Düngemittel beschaffen. Finde heraus, was sich dazu am besten eignet, Deinen Rasen immer attraktiv, dicht und sattgrün zu bewahren. Aus folgendem Beitrag erfährst Du alles über Düngemittel, d.h. wann Rasen düngen und womit. Wir erzählen auch über die optimale Nährstoffzutaten, die für den Wachsen des Rasens erforderlich sind. Also wünschen wir unseren LeserInnen eine spannende Lektüre!

Rasendünger Test

Möchtest Du eine Art Rasendünger durchführen, so lohnt es sich zu wissen, wodurch sich ein gut genährter und richtig gedüngter Rasen kennzeichnet. Dazu gehören nämlich folgende Aspekte:

  • dunkelgrüne Farbe;
  • dichte Grasnarbe;
  • Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und Frost;
  • auf einem richtig gedüngtem Rasen sollte kein Moos entstehen.

Generell wäre es die beste Lösung fürs Rasendüngen ein körniger oder flüssiger Dünger. Dabei raten wir von der Verwendung von staubenden Düngemitteln ab, weil deren Benutzung ziemlich schwierig ist und zu viel Aufwand erfordert.

Rasen düngen
Wann Rasen düngen?

Düngemittel für Rasen

Zur Rasendüngung verwendet man organische Düngemittel bzw. Mineraldünger, die speziell zum Düngen des Rasens bestimmt sind. Den Gärtneranfängern würden wir empfehlen, eine extra Granulat-Mischung anzuwenden. Die darin enthaltenen Substanzen zerfallen sehr langsam und halten bis zur drei Monaten. Auch andere universale Rasendünger wie etwa Neudorff, Beckmann oder Compo, kann man erfolgreich benutzen.

Welche Dünger für Rasen?

Oft steht man vor der Frage: „Welche Dünger für Rasen sollte ich eigentlich kaufen?“ In den Läden findest Du bereitgestellte Rasendünger verschiedenster Art. Zur Auswahl stehen Flüssig-, Pulver-, oder Korndünger. Wofür sollte man sich nun entscheiden? Um ein optimal schnelles Ergebnis zu erlangen, wäre die Verwendung von Flüssigdüngern empfehlenswert. Diese wirken sowohl auf die Blätter als auch auf den Boden. Dadurch wird ihre Wirkung am schnellsten sichtbar. Dabei sei es allerdings nicht zu vergessen, zum Grasgranulat zu greifen, da es sich ohne Probleme gleichmäßig auf der Grasnarbe verteilen lässt.

Künstliche Präparate, die man allgemein als mineralisch bezeichnet, bilden Düngemittel auf Basis von solchen Elementen wie Stickstoff, Kalium und Phosphor. In den spezialisierten Geschäften kann man ein reichliches Angebot an Düngemitteln finden, die entweder alle drei Komponenten oder nur eine davon enthalten. Letztere dienen dazu, ein gerade fehlendes Element zu ergänzen. So trägt z.B. der Stickstoff zum Graswachstum bei, wobei Phosphor eine bessere Durchwurzelung ermöglicht und Kalium die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und negative Witterungseinflüsse verbessert.

Stickstoff Rasendünger

Rasendünger mit großen Mengen von Stickstoff verwendet man in der Regel als Hauptnährstoff. Die Stickstoff Rasendünger beeinflussen das Pflanzenwachstum in einem sehr hohen Grade. Diese Zutat stimuliert die Vegetation und verbessert außerdem auch die Farbe des Rasens. Daher empfiehlt es sich, diesen Dünger im zeitigen Frühjahr, gleich nach dem Winter, zu benutzen. Gut wäre es, zu prüfen, ob der ausgewählte Dünger neben großen Mengen an Stickstoff auch Phosphor enthält. Dieser ist nämlich für die Verbesserung des Zustands der Pflanzenwurzeln verantwortlich.

Rasen kompostieren

Man kann auch Methoden anwenden, die als natürlicher gelten, z.B. den Rasen kompostieren. Außer Kompost eignet sich auch Biohumus zum Düngen von Pflanzen ganz gut. Was dabei wichtig ist: diese Art von Rasendüngung sollte man nur dann benutzen, wenn der Rasen unter keinen ernsthafteren, schwerliegenden Nährstoffmängeln leidet. Nichtsdestoweniger ist es eine gute, weil günstige und zugleich ökofreundliche Lösung. Deshalb ist es sehr wichtig, auf dem Grundstück einen eigenen Rasenkomposter zu haben.

Kalk auf Rasen

Eine populäre Methode ist auch, Kalk auf Rasen zu verwenden. Dies macht man einmal im Jahr: entweder im Vorfrühling oder Spätherbst, nachdem man den pH-Wert des Bodens überprüft hat. Das gras wächst nämlich am besten auf einem leicht sauren Boden mit einem pH-Wert im Bereich von 5,5–6,5. Sinken die Ergebnisse unter pH 5,5, ist dann der Boden zu sauer und braucht eine Kalkung. Dazu sollte man natürlich nur spezielle, dafür bestimmte Gartendünger benutzen. Bau- oder Löschkalk werden mehr Schaden als Nutzen bringen. Nach dem Auftragen von Kalk auf den Rasen wäre es gut, mindestens drei Wochen abzuwarten, bevor man den entsprechenden Dünger ausstreut. Denn durch das Mischen von Düngerpräparaten mit Kalk entstehen chemische Verbindungen, die den Rasen zerstören können.

Rasen düngen wie oft?

Eine der häufigsten Fragen lautet bei Rasen düngen wie oft man das eigentlich machen sollte. Zum ersten Mal nach der Winterzeit düngt man den Rasen gewöhnlicherweise um die März-April-Wende. Am besten eignet sich dafür ein bewölkter Tag. Gleich nach dem Grasmähen kann man mit der Düngung beginnen. Es wäre ideal, wenn die Grashalme trocken bleiben und die Erde leicht feucht ist. Eine besonders wichtige Rolle spielt dies bei der Verwendung vom Korndünger. Ist das Gras nass, so kann das Granulat an den Halmen haften bleiben, was sein Eindringen in den Boden wesentlich erschwert. Wähle daher lieber einen solchen Tag, an dem der Niederschlag erst für den Abend vorhergesagt wird. Nachdem Du mit der Düngung fertig bist, wird dann der Regen das Granulat von den Blättern direkt auf den Boden abspülen. Darüber hinaus sei der Rasen nach dem Düngen der Grasnarbe immer zu bewässern. Und wenn es danach sowieso regnet, hilft uns die Natur selbst bei dieser Aufgabe.

Für ein gleichmäßiges Ausstreuen des Düngers, sodass es sinnvoll verteilt ist, wäre eine Sämaschine äußerst hilfreich. Dank diesem populären Gartengerät kannst Du Dir sicher sein, dass jeder Teil des Rasens mit der gleichen Düngermenge versorgt bleibt. Denn es ist wirklich sehr wichtig, das Präparat gleichmäßig zu verteilen.

Wann sollte man Rasen düngen?

Na gut, was ist nun aber mit der Jahreszeit? Wann sollte man Rasen düngen?
Den Rasen düngt man während der Vegetationsperiode 3 bis 4 Mal im Jahr. Allgemein empfiehlt es sich, bei jeder neuen Düngung eine andere Düngerart anzuwenden. Dies bedeutet, dass man im Frühjahr den Frühlingsdünger, im Herbst hingegen einen speziellen Herbstdünger und im Sommer einen Universaldünger benutzt.

Rasen düngen im Frühjahr

Wenn es um Rasen düngen im Frühjahr geht, so sollte man dies, wie gesagt, um die März-April machen. Andererseits ist dieser Termin wegen häufiger Fröste, die zu dieser Zeit besonders in der Nacht auftreten, oft verschiebbar. Bevor man mit dem Düngen beginnt, müsste man sicherstellen, dass das Frühlingswetter sich wirklich stabilisiert hat und nicht nur eine vorübergehende Erwärmung ist, nach der eine weitere Frostwelle kommt. Eine solche Täuschung kann nämlich sehr gefährlich sein, weil der Dünger in den gefrorenen Boden nicht eindringt und unser ganzes Bemühen keinerlei Resultat bringt.

Als erster Schritt beim Düngungsprozess nach dem Winter sollte man den Rasen vom Laub befreien, ihn danach genau prüfen und mähen. Wenn sich auf der Grasnarbe Filz gebildet hat, d.h. eine abgestorbene Schicht aus Grashalmen, Blättern und Moos, sollte man den Rasen unbedingt vertikulieren. Nachdem die erwähnten Tätigkeiten berücksichtigt sind, warte mindestens eine Woche ab, bevor Du den Frühjahrsdünger verteilst.

Rasen düngen im Sommer

Rasen düngen im Sommer tut man normalerweise bereits im Juni. Dieses Vorgehen stärkt den Rasen gegen intensives Sonnenlicht und beugt das Entstehen des Unkrauts vor. Zu diesem Zweck wäre sich ein natürlicher Rasenkompost perfekt eignen.
Das Hauptprinzip der Rasendüngung im Sommer lautet: Verwende die stickstoffarmen Mischungen! Denke daran, dass du den Rasen, anders als im Frühling, nicht dazu düngst, um sein Wachstum zu beschleunigen, sondern um ihn zu stärken. Intensives Graswachstum im Sommer würde Deinen Rasen vor dem Winter abschwächen. Daher verzichtet man in der Sommersaison auf Stickstoffdünger.

Rasendüngung im Herbst

Die Rasendüngung im Herbst sollte Anfang Oktober erfolgen. Der Zweck besteht darin, den Rasen, zum letzten Mal vor der Winterzeit, gegen die bevorstehenden Fröste zu machen sowie ihn nach intensivem Wachstum sorgsam zu nähren.

Die Herbstdüngung führt man zweimal. Zuerst Ende August und dann in etwa einem Monat, allerdings nicht später als Anfang Oktober. Die Grasdünger, die man in dieser Zeit verwendet, sind reich an Kalium und Phosphor. Man muss das Gras nämlich auf die längere Ruhepause vorbereiten. Daher ist es wichtig, dass die Düngermischungen reich an ernährungsphysiologischen Mikronährstoffen wie Kupfer, Eisen, Bor und Mangan.

Rasendüngung ist ein zeitaufwendiger Prozess, dessen Effekte man ein bisschen abwarten soll. Selbst die am schnellsten wirkenden Dünger bringen keine sofortigen Ergebnisse. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, den Rasen entsprechend zu pflegen, damit er immer schön aussieht, dicht und weich bleibt und dadurch unser Auge in der Frühlings- und Sommersaison stets erfreut.