Trauermücken loswerden

Trauermücken loswerden Tipps

Trauermücken loswerden. Wie kann man die Trauermücke bekämpfen? Folgen Sie unseren Tipps und lernen Sie die beste Lösung kennen.

Trauermücken loswerden

Sobald man an den Zimmerpflanzen die ersten Verfallzeichen bemerkt, sucht man natürlich gleich nach den Ursachen dieses bedauerlichen Zustandes. Der Grund dafür können, neben offensichtlichen Pflegevernachlässigungen, auch solche Schädlinge wie etwa kleine Fliegen, die man als Trauermücken bezeichnet, sein. Wie kann man diese Trauermücken loswerden? Was ist zu machen, bevor die Schädlinge Ihre ganze Fensterbank mit Blütenpflanzen verwüsten? Dies erfahren Sie aus folgendem Beitrag.

Trauermücke in Blumenerde

Wenn man zu Hause winzige schwarze Kriebelmücken bemerkt, denkt man sofort an die durchaus verbreiteten Fruchtfliegen und macht daraus keine große Sache. Schließlich kommt es nicht selten vor, dass solche Insekten im Hausinneren erscheinen, wenn man das Obst zu lange an einer offenen Stelle aufbewahrt. Das richtige Problem beginnt allerdings, wenn es eigentlich kein Obst gibt, die Mücken jedoch trotzdem da sind. Bald bemerkt man dann, dass es auch mit den Blumen etwas nicht stimmt. Mehr noch: man sieht, dass eine oder andere Trauermücke in Blumenerde erscheint. Und mit der Zeit wird es immer mehr davon.
Nun haben wir zwei wichtige Informationen für dich. Erstens: über die Fruchtfliegen solltest du dir keine Sorgen machen, denn die sind bei dir gar nicht ansässig. Zweitens: das Problem, mit dem du zu tun hast, heißt: Trauermücken.

Die gute Nachricht lautet, dass die Trauermücken für den Menschen keine direkte Gefahr bilden. Sie übertragen auf uns nämlich keinerlei gesundheitsgefährdenden Krankheiten. Aber es gibt auch eine schlechte Nachricht. Trauermücken in Blumenerde können deinen schönen Pflanzen schädigen oder diese gar zerstören. Was ist nun eine Trauermücke? Wie kann man die Trauermücken loswerden? Es geht dabei um eine kleine Kriebelmücke, die trotz ihrer geringen Größe (ca. 6 mm) den Topf- bzw. Kübelpflanzen im Haus zum wahren Verhängnis werden können. Ihre Larven ernähren sich von den Wurzeln der Zimmerpflanzen. Es ist ja allgemein bekannt, dass die Wurzeln eines der wichtigsten Elementen einer Pflanze bilden. Und wenn du diesen Artikel liest, dann machst du dir höchstwahrscheinlich Gedanken darüber, wie man diese Schädlinge schnell und erfolgreich loswerden kann.

Je nach dem Maßstab des Problems wird das Vorgehen anders aussehen. Allerdings sollte man, sobald das Problem identifiziert ist, möglichst bald handeln. Folgender Text macht dich mit den relevantesten Bekämpfungs- und Vorbeugungsschritten bekannt.

Trauermücken loswerden
Man kann die Trauermücken loswerden mit den Hausmitteln

Trauermückenlarven bekämpfen

Erwachsene Trauermücken haben, anders als Fruchtfliegen, lange, dünne Beine sowie ebenfalls lange segmentierte Antennen. Ihre Fühler unterscheiden sich von anderen Flügen und Mücken. Ein großgewachsenes Weibchen legt im Laufe seines Lebens etwa 200 Eier ab. Dies erfolgt auf der Oberfläche der Blumenerde. Die Larven sind bis zu 6 mm lang und haben einen hellen Körper. Sie leben unter der Erde (3 bis 5 cm), in der die Pflanze wächst.

Nachdem die Eier geschlüpft sind, vergraben sich die Larven in der Blumenerde. Sie ernähren sich auch von allen Pilzen sowie verwesenden Pflanzenteilen, aber auch von den Wurzelhaaren und den Wurzeln selbst. Zwei Wochen nachdem die Larven die Eier verlassen, durchlaufen sie einen Metamorphosen-Prozess. Dieses Vorgehen verwandelt sie in Puppen, welche drei bis vier Tage existieren. Danach werden sie zu erwachsenen Mücken und verlassen den Boden.

Will man die Trauermückenlarven bekämpfen, so lohnt es sich zu wissen, wie und wo man diese lokalisiert. Vor allem lieben sie Feuchtigkeit und Erde. Man kann sie auf dem Boden Ihrer Pflanze fliegen oder kriechen bemerken. Auch unmittelbar im Boden lassen sich die Trauermückenlarven finden. Im Gegensatz zu vielen anderen Insekten macht ihnen der Frost nichts aus. Dies liegt daran, dass die Pflanzenmücken über spezielle Frostschutzproteine, also eine Art Polypeptid, verfügen. Dieses Protein enthalten manche Tiere und Würmer, sodass sie dem Frost widerstehen können.

Eine erwachsene Trauermücke lebt nur ein bisschen länger als eine Woche. Ihr einziges Ziel ist die Fortpflanzung. Allerdings kann sie in 15-18 Tagen eine ganze neue Generation zur Welt bringen. So überlappen sich mehrere Generationen im Laufe des Jahres. Je höher die Temperatur, desto schneller schreitet die Vermehrung sowie der Lebenszyklus voran.

Trauermücke Mittel

Trauermücken brauchen die Feuchtigkeit, die sich in der Blumenerde befindet. Erwachsene Insekten stellen keine Gefahr für Pflanzen dar. Anders sieht es aber mit ihren Larven aus, denn diese sollte man tatsächlich befürchten. Und je höher ihre Zahl wächst, desto mehr Eier legen sie ab, wodurch immer mehrere Larven entstehen. Sobald diese sich in den Boden eingraben, finden sie bald den Weg zu den Wurzeln der Pflanze. Gerne ernähren sie sich auch vom unteren Stängelgewebe. Am stärksten sind von den Schädlingen die Jungpflanzen bzw. Sämlinge bedroht.
Kann man also für einer Trauermücke Mittel finden, um sie loszuwerden? Ja, es gibt einige Lösungen.

Trauermücken ökologisch bekämpfen

Allerdings ist es nicht erforderlich, zu extremen Mitteln zu greifen und die Blumenmücken mit chemischen Präparaten zu bekämpfen. Altbewährte Hausmittel können dabei auch sehr wirksam sein, wenn man die Trauermücken ökologisch bekämpfen möchte. Diese Insekten haben nämlich ziemlich schwache Flügel und können deshalb weder weit noch schnell fliegen. Sie lassen sich daher leicht fangen. Wer hätte aber Zeit und Lust dazu, den ganzen Tag lang auf das Erscheinen einer Trauermücke wachsam zu warten?

Viel vernünftiger wäre es, eine halbierte rohe Kartoffel vorzubereiten und diese mit abgeschnittener Spitze in Richtung Erdboden hineinzulegen bzw. einfach zu pflanzen. Sehr bald werden die Larven ihren „Snack“ spüren und nach dem Verlauf von 12 bis 24 Stunden findest du auf der Kartoffel einen Haufen Trauermückenlarven, die dort „tafeln“. Die Kartoffel sollte man dann natürlich wegwerfen und sie am nächsten Tag durch eine neue ersetzen. So stellt man sicher, dass die Pflanze tatsächlich von den Mücken „besetzt“ ist. Dieses Mittel funktioniert jedoch leider nicht immer. Die Kartoffel-Methode reduziert zwar die Anzahl der Schädlinge, aber es geht dabei ja nur um die Larven. Daher kann die Pflanze im Verlauf dieses langwierigen Prozesses trotzdem sterben. Man darf daher auch die bereits erwachsenen Trauermücken nicht vergessen. Hier wird die Kartoffel-Lösung nicht mehr funktionieren. Man muss mit ihnen anders umgehen. Zum Beispiel eignet sich eine spezielle Falle dafür ganz gut.

Trauermücke Falle

Um für eine Trauermücke Falle vorzubereiten, reichen diejenigen Sachen, die man normalerweise zu Hause hat, das heißt:

  • ein Plastikbehälter (z.B. ein Joghurtbecher);
  • ein paar Esslöffel Apfel- bzw. Weinessig;
  • ca. ein halbes Glas Wasser;
  • ein paar Tropfen Spülmittel;
  • Kurkumapulver

Die aufgelisteten Zutaten sollte man mischen und den Joghurtbecher- bzw. Behälter damit füllen. Die fertige Mischung ist neben die infizierte Pflanze zu stellen, z.B. aufs Fensterbrett. Vom Essiggeruch und der gelben Farbe angelockt, fliegen die Mücken bereitwillig rein in die Falle und ertrinken dann in der zubereiteten Flüssigkeit. Auf dieselbe Art und Weise kann man übrigens auch Fruchtfliegen loswerden.

Mücken in der Blumenerde Fliegenleim

Man kann nämlich auch gegen Mücken in der Blumenerde Fliegenleim benutzen. Diese Lösung wirkt wesentlich effektiver als einfach Wasser mit Eisig. Es reicht nur, in einem spezialisierten Laden entsprechende Klebeplatten zu besorgen. Das Insekt bleibt daran haften und stirbt. Es ist somit eine effektive Methode, obwohl sie nur das erwachsene Entwicklungsstadium der Mücke betrifft. Und in diesem Stadium gefährdet das Insekt die Pflanze nicht mehr.
Da die Trauermücken nasse Erde und generell Feuchtigkeit mögen, kann man auch versuchen, die Pflanze zu trocknen. Auf diese Weise lässt sich zumindest ein Teil der Larven beseitigen.

Falls keine der obenerwähnten Methoden erwünschte Effekte bringt, kann man immerhin die gesamte Erde wegwerfen und durch neue ersetzen, indem man die Blume in einen anderen Topf umpflanzt. Denke allerdings daran, den neuen Topf gründlich zu reinigen, bevor die Pflanze darin kommt. Spüle die Pflanzenwurzeln unter Wasser und brühe den Topf ab. Die alte Erde sollte entsorgt werden, sodass sie mit der neuen keinerlei Kontakt hat. So wirst du die Larven weitgehend los.

Trauermücken vorbeugen

Wie du siehst, ist es nicht so einfach, die Blumenschädlinge zu bekämpfen. Daher wäre es am besten, wenn man stattdessen das Erscheinen der Trauermücken vorbeugen würde. Sobald man die schädlichen Mücken auf bzw. unter der Pflanze entdeckt hat, sollte man diese in erster Linie von anderen Topfblumen trennen. Es ist wirklich eine ganz gute Idee, die neueren Blumen für eine Weile, sozusagen, im Quarantäne-Regime zu halten (ziemlich aktuell, oder? 😉). Erst nachdem du dich vergewissert hast, dass keine Parasiten von außen eingeschleppt seien, kannst du die Pflanze ruhig aufs Fensterbrett zu den anderen Blumen stellen.