Gartentherapie für Senioren

Gartentherapie für Senioren – was sie ist und was sie kann?

Gartentherapie für Senioren ist ein erprobtes, wirksames Heilmittel bei Altersdepression und ganz einfach eine wunderschöne, nicht nur für ältere Menschen empfehlenswerte Zeitaktivität. Psychologische Betreuung Ihrer betagten Verwandten ermöglicht ihnen, mit traurigen Gedanken, Ängsten und allgemeinen inneren Erfahrungen dank äußerer Tätigkeit umzugehen. Es ist nämlich sehr wichtig, dass man im Hochalter sich die Freizeit, die man auf einmal im Überfluss bekommt, sowohl interessant als auch psychologisch vorteilhaft gestalten kann. Denn das ursprüngliche menschliche Bedürfnis nach Unterhaltung, Entwicklung von Hobbys und Vorlieben bleibt unabhängig vom Alter bestehen. Die Befriedigung sozialer und kultureller Bedürfnisse bildet einen relevanten Bestandteil der Seniorenbetreuung. Garthentherapie ist nur eine der möglichen Formen (neben Biblio-, Kunst- oder Musiktherapie), daher aber eine äußerst fruchtbare. Mehr davon erfahren Sie aus folgendem Artikel.

Was tun bei Depression im Alter? Naturtherapie im Garten

Viele von uns sind vielleicht schon oft auf diverse Verhaltensveränderungen älterer Verwandten gestoßen, wie etwa permanent schlechte Laune bzw. Generelle Unzufriedenheit mit dem Leben. In solchen Momenten wird die Kommunikation mit dem Menschen sehr schwierig. Gleichzeitig sollte man die Nächsten eben dann besonders verständnisvoll behandeln, viel Mitgefühl zeigen usw. Denn das Schlimmste, was mit einem in Depression verfallenen Menschen geschehen kann, ist totale Einsamkeit. Also: Was tun bei Depression im Alter?

Bei der Altersdepression handelt es sich um eine psychische Störung der neurotischen Sphäre vor dem Hintergrund von Veränderungen in der Funktionsweise der Prozesse, die im vegetativen und Nervensystem stattfinden. Dennoch sind diese Prozesse kein ostate endgültiges Urteil, geschweige denn Grund dafür, die Lebensfreude für immer aufzugeben. Seniorendepression ist durchaus behandel-und bekämpfbar. In den meisten Fällen bringt eine entsprechende Behandlung früher oder später greifbare Ergebnisse.

Das Heilen von Störungen psychischer bzw. psychologischer Natur beschränkt sich nämlich nicht auf Medikamente. Nicht weniger wichtig (und häufig noch wichtiger) sind verschiedene Arten von Rehabilitationsmethoden, die in direktem Zusammenhang mit der Natur stehen. Pflanzen uns frische Luft können, so pathetisch es auch klingen mag, Wunder wirken. Der ständige kontakt mit Natur baut den Stress ab, verbessert die Gesundheit und hat einen positiven Einfluss auf die tagtägliche Laune sowie Einstellung zum Leben. Genau dafür ist die Gartentherapie gedacht.

Gartentherapie für Senioren

Was können Senioren im Garten machen?

Gartentherapie nennt man anders auch Gardenotherapie. Sie bildet einen Teil der weitverstandenen Ökotherapie, das heißt: Heilung durch die bzw. mit der Natur. Wie andere Therapiemethoden, die Naturkräfte- und Schönheit nutzen, zielt die Gartentherapie darauf ab, nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern ebenfalls den moralischen Zustand des Patienten zu stärken. Diese Therapieart eignet sich für die Menschen jeden Alters, von den Vorschulkindern bis zu den Senioren. Ihr simples Wesen besteht darin, dass man die Pflanzen nicht nur als natürliche Umgebung, als eine Art „Setting“ betrachtet, sich nicht nur inmitten der Pflanzenwelt befindet, sondern sich an deren Pflege aktiv beteiligt.

Gartentherapie-Kurse für ältere Menschen plant und durchführt man je nach Jahreszeit und Klimabedingungen. An Orten, wo diese Therapieart praktiziert ist, gibt es in der Regel vor allem einen großen Garten mit vielfältigen Pflanzen und Blumen, aber auch Zimmergewächshäuser oder Pavillons mit Blumenbeeten. Senioren im Garten kümmern sich um einen bestimmten Gartenbereich, schützt die Pflanzen vor Unkraut, gießt sie und beschäftigt sich mit dem Anbau neuer Pflanzen.

Am häufigsten setzt man Gardenotherapie in Pensionen bzw. Altersheimen ein. Doch man kann sie selbstverständlich genausogut im privaten Bereich benutzen. Vorteilhaft bei einer Gruppentherapie ist die Tatsache, dass der persönliche Kontakt mit der Naturwelt durch den Sozialisierungsprozess erweitert wird. Physische Arbeit in einem gut gepflegten Garten kann zu erstaunlichen Ergebnissen führen und sich sehr positiv auf die Stimmung und Gesundheit (körperliche wie psychische!) der Patienten auswirken. Zu den Hauptaufgaben, die Gartentherapie bewältigt, zählen:

  • Entwicklung der motorischen Fähigkeiten der oberen Gliedmaßen;
  • Gelenke- und Muskelkraftstärkung;
  • Arbeit an der frischen Luft, die das Immunsystem fördert;
  • das Heilen psychischer Störungen;
  • psychologische und emotionale Rehabilitation nach schweren Verletzungen und Operationen;
  • kreative Entwicklung;
  • soziale Anpassung.

Gartenarbeit für Senioren als Gartentherapie

Die Gartenarbeit für Senioren ist vor allem mit Anbau und Pflege von Pflanzen und Blumen verbunden. Dies ist zwar, im Vergleich zu vielen anderen Aktivitäten (z.B. sportlichen), nicht allzu anstrengend. Trotzdem verlangt sie gewissen physischen Zustand, in dem man sich um die Pflanzen kümmern kann. Inwiefern und wie lange man sich dieser Tätigkeit widmet, ohne dabei den Organismus mit Arbeit zu überlasten, ist eine individuelle Angelegenheit, auf die man natürlich achten soll.

Bei der Einbeziehung betagter Menschen in die Pflanzenpflege muss man für die besondere Bedingungen erschaffen. Der Arbeitsbereich sollte eingezäunt, mit breiten Wegen, Geländen, Ruheorten in Form von Bänken mit Überdachung und anderen Sitzgelegenheiten ausgestattet sein. Blumenbeete sollte man so platzieren, dass Senioren sich beim Arbeiten nicht sehr tief bücken müssen. Gibt es einen Teich oder See, so wäre es sinnvoll, einen Zaun zu bauen, um zu verhindern, dass man ins Wasser fällt. Die Verwendung von dornigen oder giftigen Sträcuhern ist untersagt.

Menschen, denen es schwerfällt, sich selbständig zu bewegen, sollten unter einem Vordach arbeiten. Man kann sie mit der Pflege von Setzlingen, also deren Vorbereitung fürs Einpflanzen, sowie mit der Pflege von Zimmerpflanzen beauftragen. Auch das Anlegen von Herbarien oder Ikebana ist durchaus wirksam, denn auf diese Art kombiniert man die Garten- und die Kunsttherapie miteinander.

Gartenarbeit für Senioren

Therapie im Garten – Zusamennfassende Informationen

Therapie im Garten besteht in der Pflanzenpflege, einem wunderschönen Hobby, dass dem alltäglichen Leben eine ästhetische Dimension verleiht und dem Menschen ermöglicht, ein sicht- und greifbares Ergebnis seiner Arbeit zu erzielen. Blumen, Gartengrün, Pflanzen wachsen, blühen, tragen Früchte – kurz: sie leben und entfalten sich von Tag zu Tag. Man fühlt sich daher gebraucht und in der Lage, etwas Schönes und Nützliches zu tun. Dabei umfasst die Gartentherapie eine Vielvalt an Tätigkeiten, je nach dem physischen und psychischen Zustand der betagten Person. Sogar im Rollstuhl sitzend, kann man nämlich:

  • Samen pflanzen;
  • Schnittblumen sortieren,
  • Zweige beschneiden;
  • Etiketten an Töpfe kleben;
  • Setzlinge kneifen.

Die Arbeit mit Pflanzen wirkt sich heilsam auf den psycho-emotionalen Zustand aus, beschleunigt die Rehabilitation nach schweren Erkrankungen und ermöglicht, in Kombination mit anderen Aktivitäten, die fürs Hochalter typischen Verhaltungsstörungen zu korrigieren. Neben Ruhe, Konzentration und visueller Vergnügung bietet die Gartentherapie älteren Menschen auch die körperliche Aktivität, die sie so sehr brauchen (wie jeder von uns eigentlich). Diese Therapieart schult die Bewegungskoordination, die Feinmotorik der Hände, die Fingerfertigkeit und regt die wichtigsten Bewegungsformen an: das Gehen sowie das Beugen und Drehen des Körpers. Zudem verbringt man bei der Pflanzenpflege mer Zeit im Freien, was sich auf das allgemeine Wohlbefinden durchaus positiv auswirken.