Rasenmähen ist ein Thema, das nicht nur die Gärtner interessiert. Sondern auch ihre Nachbarn. Dies war natürlich ein Scherz (obwohl kein realitätsferner). Und jetzt mal ernsthaft. Wann, wie und unter welchen Bedingungen man das Gras vor dem Haus bzw. in der Gartenanlage oder auf dem privaten Grundstück mähen soll bzw. kann – diese Fragen gehören zu den am häufigsten gestellten. Daher erzählen wir in unserem heutigen Artikel das Wichtigste zum angesprochenen Thema.
Aus dem folgenden Text erfahren Sie, ab wann man mit dem Rasen anfangen sollte, welche Vorschriften es dafür gibt, worin die Besonderheiten des Rasens nach dem Regen, in verschiedenen Jahreszeiten, auf kleineren und größeren Flächen bestehen. Wir hoffen, dass die Lektüre unseres neusten Beitrags Ihnen nicht nur Lesevergnügen bereitet, sondern auch viele praktische Lösungen mit sich bringt.
Rasen mähen ab wann? Allgemeine Hinweise
Rasen mähen ab wann? So lautet eine der populärsten Fragen, welche die Haus- und Garteneigentümer sowohl sich als auch dem allwissenden Google gerne stellen. Generell gilt es, das erste Rasenmähen sollte im Frühjahr, also zu Beginn der Gartensaison, erfolgen. Danach sei der Rasen am besten ein- bis zweimal pro Woche zu mähen, und zwar bis zum Herbst. Insbesondere zwischen Mai und Juni wächst das Gras sehr schnell. Deswegen sollten Sie den Rasen in dieser Zeitperiode unbedingt mindestens einmal in der Woche mähen.
Allerdings sind viele Gärtner der Meinung, es sei optimal, mit dem ersten Rasenmähen im Juni zu beginnen, wenn das Gras bereits ausreichend gewachsen ist. In diesem Monat findet nämlich ein aktives Wachstum der Biomasse statt. Wenn Sie den Grasschnitt in Zukunft als Dünger verwenden möchten, so ist es wichtig, diesen zu mähen, bevor sich die Samen darauf setzen. Man kann mit dem Mähen des Frühgrasses anfangen, sobald dieses 20-30 cm über den Boden ragt. Wichtig: hat das Gras die Höhe von 20 cm nicht erreicht, so ist es zum Düngen nicht geeignet.
Rasenmähen am Sonntag. Bis wie viel Uhr darf man Rasenmähen?
Und jetzt ein ganz heikles Thema: Rasenmähen am Sonntag. Sicher haben Sie sich schon die Frage gestellt: bis wie viel Uhr darf man Rasenmähen? An Feiertagen, also auch am Sonntag, leider gar nicht. Diese Zeit ist für Entspannung vorgesehen, sodass es nicht erlaubt ist, sonntags solche Gartengeräte wie etwa Rasenmäher zu benutzen. Es gilt dann: ganztägige Ruhe.
Während der Woche, d.h. von Montag bis Freitag, sieht es allerdings anders aus. Gras mähen darf man werktags von 7 bis 20 Uhr, was heißt, dass diese Tätigkeit nur am späten Abend bzw. in der Nacht untersagt ist. Am Sonntag ist das Rasenmähen verboten, weill grundsätzlich alle Sanierungs- oder Gartenarbeiten, die Lärm bzw. Vibrationen verursachen, an Wochenenden und Feiertagen nicht erlaubt sind.

Rasen mähen und vertikutieren am gleichen Tag
Ein weiterer Zweifel, den die Grundstückeigentümer nicht selten haben, bezieht sich darauf, ob man den Rasen mähen und vertikutieren am gleichen Tag dürfe. Dieses Problem bedarf wohl einer kurzen Begriffsklärung. Denn worum es beim Rasenmähen, weiß wohl jeder. Das Wort „vertikutieren“ kann hingegen für die Anfänger, die in die Basisbezeichnungen in der Gartenbau-Sphäre noch nicht völlig eingeweiht sind, etwas unklar sein.
Also: unter Vertikutieren versteht man ein vertikales Anritzen des Rasens – genauer gesagt, der Grasnarben – bei dem man die Wurzeln abschneidet, um die Bildung neuer Grasbüsche anzuregen. Dies verhilft zur Entfernung von Moos und altem Schnittgut (das man fachsprachlich als Mulch bezeichnet) und fördert die Belüftung des Bodens. Darauf erfolgt das Auskämmen von trockenem Gras bzw. Stroh, das sich auf der Höhe der Wurzelspitze und darüber befindet.
Rasenmähen nach Regen. Sollte man den Nassrasen mähen?
Was ist nun mit dem Rasenmähen nach Regen? Die Frage könnte man auch anders formulieren: empfiehlt es sich, einen nassen Rasen zu mähen? Die Antwort lautet: nein, eigentlich nicht. Und zwar aus folgendem Grund.
Im nassen Zustand lassen sich die Grashalme nicht richtig schneiden und „kleben“ zusammen. Dies führt dazu, dass die Rasenoberfläche uneben wird. Das Mähen erfordert somit einen höheren Kraftaufwand, da der Grasschnitt verklumpt, anstatt gleichmäßig verteilt zu sein bzw. vollständig in den Grasfangkorb zu fallen.
Nichtsdestotrotz ist es ratsam, den Rasen nicht bei sonnigem Wetter zu mähen, sondern lieber früh morgens oder abends. Gut geeignet für diesen Prozess ist ein bewölkter Tag, denn so übersteht das Grass das ganze Verfahren viel besser.
Zusammenfassend: zwar ist es nicht empfehlenswert, den Rasen unmittelbar nach Regen oder Bewässerung zu mähen, weil das Mähgerät in den durchnässten Boden Furchen gräbt, sodass seine Messer nicht imstande sind, die rutschigen, nassen Grashalme gleichmäßig zu greifen. Bei Hitze sowie allgemein an den wärmeren, sonnigen Tagen sollte man den Rasen aber ebenfalls nicht allzu oft rasen. Längere Stängel schützen den Boden und die Graswurzeln vor Austrocknung und sorgen damit für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Rasenmähen im Frühjahr und im Winter
Wenden wir uns nun etwas näher dem Rasenmähen im Frühjahr und im Winter zu. Man sollte einem jungen Rasen Zeit dafür geben, dass er Wurzeln schlägt und seine Blätter stärkt. Hat die Rasenhöhe ca. 10-15 cm erreicht, können Sie den ersten Grasschnitt durchführen. Dabei sollte man folgende Aspekte berücksichtigen:
- Zum ersten Mal sollte man den Rasen auf eine Höhe von 7 bis 8 cm schneiden. Eine praktische Lösung wäre, diesen Wert am Rasenmäher einzustellen.
- Nach 7 Tagen sollte das Rasenmähen zum zweiten Mal erfolgen, wobei das Gras jetzt auf eine Höhe von 4-5 cm zu schneiden sei.
- Ein weiteres Mähen hängt von der Rasenart ab, denn es gibt z.B. langsam- oder schnellwüchsige Rasen.
Einige Grasmischungen, die man für den Rasen verwendet, erfordern ein wöchentliches Mähen (beispielsweise diejenigen, die Weidelgras- oder Wiesen-Lieschgras enthalten). Andere wiederum, wie etwa Rispengras oder Rotschwingel, kann man zweimal im Monat mähen.
Ein wichtiger Aspekt beim Rasenmähen ist auch das Thema Unkraut. Viele Unkräuter – wie Löwenzahn, Gänseblümchen oder Klee – profitieren von einer zu hohen oder unregelmäßigen Grasnarbe. Regelmäßiges Mähen hält den Rasen dicht, sodass Unkraut weniger Chancen hat, sich auszubreiten. Zusätzlich kann man bei starkem Befall gezielt nachsäen, vertikutieren oder organischen Dünger einsetzen, um die Gräser zu stärken und das Unkraut im Rasen langfristig zu verdrängen.
Wenn es um den Winter geht, so ist es sehr wichtig, den Rasen vor dem Einsetzen des Frosts zu mähen. Davon hängen nämlich die Sicherheit und der allgemeine gesunde Zustand Ihres Rasens ab. Was aber den Zeitpunkt, zu dem Sie dies machen müssen, betrifft, so ist dies vom Klima bzw. Wetter in der konkreten Region abhängig. Jedenfalls sollte der Rasen nicht zu kurz unter den Schnee fallen. Andererseits darf er auch nicht zu hoch bewachsen sein, denn das kann zu verschiedenen Graskrankheiten und Fäulnis führen.
| Thema | Kurz & verständlich |
|---|---|
| Erstes Mähen im Frühjahr | Mähen erst bei 10–15 cm Grashöhe |
| Erster Schnitt | Auf 7–8 cm kürzen |
| Zweiter Schnitt | Nach 7 Tagen, Höhe 4–5 cm |
| Mähhäufigkeit | Je nach Rasenart unterschiedlich |
| Schnellwüchsiger Rasen | Wöchentlich mähen (z. B. Weidelgras) |
| Langsamwüchsiger Rasen | 2× im Monat ausreichend |
| Unkraut vermeiden | Regelmäßiges Mähen hält den Rasen dicht |
| Zusatzpflege | Nachsäen, vertikutieren, organisch düngen |
| Letztes Mähen vor dem Winter | Vor dem ersten Frost durchführen |
| Rasenhöhe im Winter | Nicht zu kurz, nicht zu hoch |
Rasenmäher für kleine und große Flächen
Heutzutage ist der Gartenbau-Markt so breit entwickelt, dass es zahlreiche Rasenmäher für kleine und große Flächen gibt. Für die letzteren eignet sich am besten ein selbstfahrendes Gerät, betrieben mit einem Benzinmotor. Man muss es weder nach vorne schieben noch daran ziehen, sodass es sowohl Teenager als auch ältere Personen problemlos bedienen können. Außerdem gibt es kein Stromkabel, in dem man sich verheddern könnte. Manche Gärtner sind der Meinung, dass ein Rasenmäher mit Hinterradantrieb bequemer ist, da die Hinterräder während des Betriebs der stärksten Belastung ausgesetzt sind. Es geht dabei hauptsächlich um den Grasfangkorb.
Wenn Sie einen kleinen Rasen haben, können Sie auch mit einem einfacheren Elektro-Rasenmäher gut auskommen. Es macht dann keinen Sinn, für zusätzliche Funktionen und hohe Motorleistung mehr Geld zu bezahlen. Außer den Benzin- und Elektro-Rasenmähern gibt es auch Akku-Rasenmäher, die relativ günstig sind (obschon man das Ladegerät in der Regel separat erwerben soll). Sie arbeiten autonom und verursachen weder Lärm noch Emissionen.
Ferner finden sich auf dem Gartenbau-Markt sher wirtschaftliche und praktische mechanische Rasenmäher, die kein Auftanken und keinen Anschluss an eine Steckdose und keine Batterie erfordern. Sie sind mit zwei Seitenrädern und einem gebogenen Kontrolle-Griff ausgestattet. Beim Vorwärtsschieben des Geräts drehen sich die an der Achse montierten Räder, sodass die Spindel mit den Messern sich schnell zu drehen beginnen.
Am modernsten sind wohl die Roboter-Rasenmäher, die sehr klein und geräuschlos sind und in einem automatischen Modus arbeiten. Sie schneiden Gras schnell und effizient, sind einfach zu bedienen und programmieren. Die Auswahl der Betriebsart erfolgt über Tasten, mit denen man die Mähhöhe und sogar den bestimmten Tag, an dem sie rasenmähen wollen, einstellen können.
Achten Sie jedoch bei der Wahl des entsprechenden Rasenmähers immer darauf, dass er von einem erfahrenen, geprüften Qualitätshersteller stammt. Oft ist es besser, etwas mehr zu bezahlen und dann jahrelang von einem hochwertigen Gerät zu profitieren, als aufs Geldsparen zu setzen und danach stets in die Reparatur zu investieren.

Häufige Fragen zum Rasenmähen
Wann ist der beste Zeitpunkt, um im Jahr mit dem Rasenmähen zu beginnen?
Der erste Rasenschnitt sollte im Frühjahr erfolgen, sobald das Gras aktiv wächst und eine Höhe von etwa 10–15 cm erreicht hat. Wichtig ist, dass kein Bodenfrost mehr besteht und der Rasen trocken genug ist, um Schäden an der Grasnarbe zu vermeiden.
Wie häufig sollte man den Rasen während der Wachstumsphase mähen?
In der Hauptwachstumszeit zwischen Mai und Juni empfiehlt sich ein bis zwei Schnitte pro Woche. Außerhalb dieser Phase reicht je nach Rasenart oft ein wöchentlicher oder zweiwöchentlicher Schnitt aus.
Darf man sonntags oder an Feiertagen Rasen mähen?
An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen gilt in Deutschland ganztägige Ruhe. Das bedeutet, dass lärmerzeugende Gartengeräte wie Rasenmäher an diesen Tagen nicht benutzt werden dürfen.
Warum sollte man nassen Rasen möglichst nicht mähen?
Nasses Gras lässt sich schlechter schneiden, verklebt die Messer und führt zu einem ungleichmäßigen Schnittbild. Außerdem kann der Rasenmäher im aufgeweichten Boden Spuren hinterlassen und die Grasnarbe beschädigen.
Kann man Rasenmähen und Vertikutieren am selben Tag durchführen?
Es ist sinnvoll, den Rasen vor dem Vertikutieren kurz zu mähen. Beides am selben Tag ist möglich, allerdings sollte der Rasen danach geschont und ausreichend bewässert werden, da diese Kombination eine hohe Belastung für die Grasnarbe darstellt.
Wie hoch sollte der Rasen vor dem Winter geschnitten werden?
Vor dem ersten Frost sollte der Rasen nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sein. Eine Schnitthöhe von etwa 5–6 cm hat sich bewährt, um Fäulnis und Rasenerkrankungen zu vermeiden.
Welcher Rasenmäher eignet sich für kleine Gärten?
Für kleinere Rasenflächen sind Elektro-, Akku- oder mechanische Rasenmäher ideal. Sie sind leicht, leise und wartungsarm.
Welche Vorteile bieten Mähroboter gegenüber klassischen Rasenmähern?
Mähroboter arbeiten automatisch, sind sehr leise und mähen regelmäßig. Dadurch bleibt der Rasen gleichmäßig gepflegt und das Schnittgut dient als natürlicher Dünger.
