Gartenkissen machen Gartenmöbel deutlich bequemer und sorgen gleichzeitig für mehr Farbe und Atmosphäre auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten. Ob auf einem Gartenstuhl, einer Bank, einer Lounge oder einer Sonnenliege: Das passende Kissen sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch zur Größe und Nutzung des jeweiligen Möbelstücks passen.
Gerade im Außenbereich spielt außerdem das Material eine wichtige Rolle. Sonne, Feuchtigkeit, Schmutz und häufige Nutzung stellen andere Anforderungen an Gartenkissen als an Polster für den Innenbereich. Pflegeleichte Bezüge, eine geeignete Füllung und eine gute Trocknung können deshalb entscheidend dafür sein, wie lange die Kissen komfortabel und ansprechend bleiben.
Welche Gartenkissen für die eigenen Gartenmöbel geeignet sind, hängt daher von mehreren Faktoren ab. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie bei Material, Größe und Füllung achten sollten, wie Sie Gartenkissen richtig ausmessen und wie Sie sie reinigen, vor Feuchtigkeit schützen und über die kalte Jahreszeit lagern.
Welche Gartenkissen passen zu welchen Gartenmöbeln?
Nicht jedes Gartenkissen eignet sich für jedes Möbelstück. Ein Sitzkissen für einen Gartenstuhl hat andere Maße und Anforderungen als ein langes Kissen für eine Gartenbank oder eine weiche Auflage für eine Lounge. Entscheidend sind vor allem die Größe der Sitzfläche, die Form des Möbels und die gewünschte Polsterung.
Bei Gartenstühlen bieten sich meist kompakte Sitzkissen oder Kombinationen aus Sitz- und Rückenkissen an. Für eine Gartenbank sind längere Sitzauflagen praktisch, während Loungemöbel häufig dickere Polster mit größeren Abmessungen benötigen. Auch bei Sonnenliegen sollte das Kissen möglichst genau auf die Liegefläche abgestimmt sein, damit es beim Hinlegen nicht verrutscht.
Achten Sie außerdem auf Befestigungsmöglichkeiten. Bänder oder andere Fixierungen halten das Kissen an seinem Platz und verhindern, dass es bei der Nutzung ständig verrutscht. Gerade bei leichten Gartenstühlen oder Möbeln, die häufiger bewegt werden, kann das im Alltag einen deutlichen Unterschied machen. Auch bei der Terrassengestaltung lohnt es sich, die Gartenkissen auf die vorhandenen Möbel und den gesamten Außenbereich abzustimmen.

Welches Material eignet sich für Gartenkissen?
Bei Gartenkissen muss der Bezug mehr aushalten als ein normaler Stoff für den Innenbereich. Auf der Terrasse oder im Garten treffen UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Staub und häufige Nutzung aufeinander. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Eigenschaften des Materials, bevor Sie sich für ein bestimmtes Kissen entscheiden.
- Polyester gehört zu den häufig verwendeten Materialien für Outdoor-Kissen. Der Stoff ist relativ pflegeleicht, trocknet meist schnell und lässt sich in vielen Farben und Strukturen herstellen. Für einen dauerhaft sonnigen Standort sollte das Gewebe möglichst UV-beständig sein, damit die Farbe nicht schnell verblasst.
- Oxford-Gewebe zeichnet sich durch seine relativ dichte und robuste Struktur aus. Es eignet sich besonders für Kissen, die regelmäßig genutzt und häufiger gereinigt werden. Je nach Ausführung kann der Bezug wasserabweisend behandelt sein, was leichte Feuchtigkeit und kurze Regenschauer besser abfängt.
- Baumwolle und andere Naturfasern fühlen sich angenehm weich an und wirken optisch besonders wohnlich. Für den dauerhaften Einsatz im Freien sind sie jedoch anspruchsvoller. Sie nehmen Feuchtigkeit leichter auf und benötigen deshalb mehr Zeit zum Trocknen. Solche Kissen eignen sich eher für überdachte Terrassen oder für einen Standort, an dem sie bei schlechtem Wetter schnell ins Trockene gebracht werden können.
Ähnliche Anforderungen gelten auch für andere Textilien im Außenbereich. Wer beispielsweise Vorhänge für Outdoor-Bereiche sucht, sollte ebenfalls auf UV-Beständigkeit, Pflegeleichtigkeit und die Eignung für wechselnde Wetterbedingungen achten. Bei Gartenkissen kommt zusätzlich die Füllung hinzu, die nach Feuchtigkeit ausreichend trocknen muss.
Neben dem eigentlichen Material sollten Sie deshalb immer auf die Verarbeitung des Bezugs achten. Ein Reißverschluss erleichtert das Abnehmen zum Waschen, während ein dicht gewebter und für den Außenbereich geeigneter Stoff die tägliche Pflege einfacher macht. Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zwischen wasserabweisend und wasserdicht: Ein wasserabweisender Bezug hält einzelne Tropfen oder kurze Feuchtigkeit aus, macht das gesamte Gartenkissen aber nicht automatisch regenfest.

Gartenkissen: Materialien im direkten Vergleich
Welcher Bezug sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wo die Gartenkissen liegen und wie häufig Sie sie nutzen. Für einen offenen Sitzplatz sind andere Eigenschaften wichtig als für eine überdachte Terrasse. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede:
| Material | Vorteile | Zu beachten |
|---|---|---|
| Polyester | pflegeleicht, strapazierfähig, trocknet relativ schnell | möglichst auf UV-Beständigkeit achten |
| Oxford-Gewebe | dicht gewebt, robust, für häufige Nutzung geeignet | je nach Ausführung unterschiedlich wasserabweisend |
| Baumwolle | weich, angenehm auf der Haut, natürliche Optik | nimmt Feuchtigkeit auf und trocknet langsamer |
| Naturfasern | wohnliche Optik, angenehmes Gefühl | für dauerhaft ungeschützte Bereiche weniger praktisch |
Welche Füllung ist bei Gartenkissen sinnvoll?
Die Füllung beeinflusst, wie weich oder stabil ein Gartenkissen sitzt und wie gut es seine Form behält. Dabei gelten für Sitz- und Rückenkissen nicht unbedingt die gleichen Anforderungen. Achten Sie bei der Auswahl vor allem auf folgende Punkte:
- Sitzkomfort: Weiche Füllungen fühlen sich angenehm an, während festere Polster mehr Unterstützung beim längeren Sitzen bieten.
- Formstabilität: Für Sitzkissen eignet sich eine Füllung, die auch bei regelmäßiger Belastung nicht schnell zusammensackt.
- Feuchtigkeit: Bei Gartenkissen sollte die Füllung Feuchtigkeit möglichst nicht dauerhaft speichern und nach dem Nasswerden gut trocknen können.
- Einsatzbereich: Auf einer häufig genutzten Gartenbank oder Lounge sind andere Eigenschaften gefragt als bei einem dekorativen Rückenkissen.
- Pflege: Kissen, die regelmäßig draußen liegen, sollten sich leicht aufschütteln, reinigen und vollständig trocknen lassen.
Für Sitzflächen ist eine stabilere Polsterung meist sinnvoll, während weichere Faser- oder Vliesfüllungen besonders bei Rückenkissen für ein lockeres, bequemes Gefühl sorgen können. Entscheidend bleibt die Kombination aus Füllung, Bezug und dem tatsächlichen Einsatzort.

Gartenkissen richtig ausmessen
Ein Gartenkissen kann noch so bequem sein – wenn die Maße nicht zur Sitzfläche passen, verrutscht es schnell oder sitzt an den Seiten über. Messen Sie deshalb das Gartenmöbel aus, bevor Sie ein neues Kissen kaufen. Besonders bei Bänken und Loungemöbeln lohnt sich ein genauer Blick auf die tatsächliche Sitzfläche, da Armlehnen, Rundungen oder Zwischenräume die nutzbare Breite beeinflussen können.
Messen Sie Breite und Tiefe der Sitzfläche an mehreren Stellen und orientieren Sie sich bei unregelmäßigen Formen an der kleinsten nutzbaren Breite. Bei einem Sitz- und Rückenkissen sollten Sie außerdem die Höhe der Rückenlehne berücksichtigen. Die Dicke des Kissens hängt dagegen davon ab, wie weich die Polsterung ausfallen soll und wie viel Platz zwischen Sitzfläche und Armlehnen vorhanden ist.
Bei einer Gartenbank oder Lounge können mehrere einzelne Kissen praktischer sein als eine durchgehende Auflage. Sie lassen sich leichter bewegen, reinigen und bei Bedarf austauschen. Bei einem zweiteiligen Sitz- und Rückenkissen sollten die beiden Teile außerdem zusammen zur Höhe und Tiefe des Möbelstücks passen.
Diese Maße sollten Sie prüfen
- Breite: Wie viel Platz steht zwischen den Seiten oder Armlehnen zur Verfügung?
- Tiefe: Wie weit reicht die Sitzfläche von der Vorderkante bis zur Rückenlehne?
- Länge: Bei einer Bank oder Lounge muss die Auflage über die gesamte gewünschte Fläche reichen.
- Dicke: Passt die Polsterhöhe noch unter Armlehnen oder an andere Begrenzungen?
- Form: Bei abgerundeten oder abgeschrägten Möbeln reicht das Messen von Breite und Tiefe allein nicht aus.
Gartenkissen richtig pflegen und reinigen
Auch robuste Gartenkissen bleiben länger schön, wenn Sie Verschmutzungen nicht wochenlang im Stoff lassen. Entfernen Sie Staub, Blätter und Erde regelmäßig und wischen Sie kleinere Flecken möglichst früh mit einem feuchten Tuch ab. Bei stärkeren Verschmutzungen eignet sich je nach Material ein milder Reiniger. Prüfen Sie dabei immer die Pflegehinweise des Herstellers, bevor Sie den Bezug in der Waschmaschine reinigen.
Besonders praktisch sind abnehmbare Bezüge mit Reißverschluss. Sie lassen sich separat waschen und müssen nicht zusammen mit der gesamten Polsterung gereinigt werden. Nach dem Waschen sollte der Bezug vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder auf das Kissen ziehen. Lesen Sie auch unseren Beitrag zur Reinigung von Gartenmöbeln.

Was tun, wenn Gartenkissen nass werden?
Ein kurzer Regenschauer ist nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, dass die Kissen anschließend vollständig trocknen. Nehmen Sie sie bei längerem Regen möglichst vom Gartenmöbel und stellen Sie sie an einen gut belüfteten, trockenen Platz. Legen Sie feuchte Kissen nicht direkt übereinander und verstauen Sie sie niemals nass in einer Aufbewahrungsbox.
Bleibt Feuchtigkeit über längere Zeit im Bezug oder in der Füllung, können unangenehme Gerüche entstehen und das Material kann Schaden nehmen. Gerade dicke Lounge-Kissen benötigen nach einem starken Regenguss mehr Zeit zum Trocknen als dünne Sitzauflagen.
Gartenkissen richtig aufbewahren
Wenn die Gartenmöbel über längere Zeit nicht genutzt werden, sollten auch die Kissen vor dauerhafter Feuchtigkeit, Frost und unnötiger UV-Strahlung geschützt werden. Eine Gartenbox bietet dafür eine praktische Lösung, besonders wenn sie ausreichend groß ist und die Kissen nicht stark zusammengedrückt werden müssen. Auch bei Wintergarten Möbeln sollten die Polster nicht dauerhaft ungeschützt direkter Sonne oder hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sein.
Wichtig ist allerdings: Verstauen Sie Gartenkissen niemals feucht. Lassen Sie sie nach einem Regenschauer vollständig trocknen und entfernen Sie vor der Einlagerung Blätter, Erde und andere Verschmutzungen. So vermeiden Sie, dass sich während der Lagerung unangenehme Gerüche oder Feuchtigkeitsschäden entwickeln.
| Aufbewahrungsort | Geeignet für | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Gartenbox | Sitzkissen, Rückenkissen und viele Lounge-Polster | trocken einlagern, ausreichend Belüftung und Platz beachten |
| Gartenschrank | kleinere und mittlere Kissen | vor Regen und direkter Sonne geschützt |
| Keller oder Abstellraum | längere Winterlagerung | trocken und sauber, keine feuchte Lagerumgebung |
| Überdachter Stauraum | Kissen, die regelmäßig genutzt werden | vor Schlagregen und hoher Luftfeuchtigkeit schützen |
Bei einer Gartenbox lohnt sich ein Blick auf die Konstruktion und Belüftung. Eine Box schützt die Kissen zwar vor Regen und Schmutz, ist aber nicht automatisch für die Lagerung nasser Polster geeignet. Gerade bei dicken Lounge-Kissen sollte außerdem genügend Platz vorhanden sein, damit die Füllung nicht dauerhaft stark zusammengedrückt wird.

Gartenkissen vor Sonne und Wetter schützen
Gartenkissen sind für den Außenbereich gedacht, müssen aber nicht bei jedem Wetter dauerhaft draußen bleiben. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lassen sich Material, Farbe und Füllung besser schützen:
- Direkte Sonne reduzieren: Ein Sonnenschirm, eine Terrassenüberdachung oder ein schattiger Standort schützt den Bezug vor intensiver UV-Strahlung und kann das Ausbleichen verlangsamen.
- Regen nicht unterschätzen: Auch wasserabweisende Bezüge sind nicht automatisch wasserdicht. Bei längerem Regen sollten Sie die Kissen an einen trockenen Platz bringen.
- Nach Feuchtigkeit vollständig trocknen: Verstauen Sie die Polster erst, wenn Bezug und Füllung komplett trocken sind.
- Schutzhülle richtig einsetzen: Eine passende Hülle kann die Kissen vor Staub und leichtem Regen schützen, sollte aber nicht dauerhaft feuchte Polster abdecken.
- Bei längeren Schlechtwetterphasen einlagern: Eine trockene Gartenbox, ein Gartenschrank oder ein geschützter Innenraum eignet sich besser als der dauerhafte Aufenthalt auf dem Gartenmöbel.
Fazit
Bei Gartenkissen kommt es nicht nur auf eine schöne Farbe oder ein weiches Gefühl an. Entscheidend ist, dass Größe, Form, Bezug und Füllung zum jeweiligen Gartenmöbel und zur geplanten Nutzung passen. Für den Außenbereich sollten Sie außerdem auf pflegeleichte Materialien, eine gute Trocknung und ausreichenden Schutz vor Sonne und Feuchtigkeit achten. Wer die Kissen regelmäßig reinigt und bei längeren Schlechtwetterphasen trocken in einer geeigneten Gartenbox oder einem anderen Stauraum aufbewahrt, kann ihren Komfort und ihre Optik deutlich länger erhalten.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Gartenkissen
Das hängt von der Art und Größe des Möbelstücks ab. Für Gartenstühle eignen sich meist Sitz- oder Sitz- und Rückenkissen, während Gartenbänke längere Auflagen benötigen. Loungemöbel und Sonnenliegen brauchen häufig größere oder dickere Polster.
Polyester und robustes Oxford-Gewebe eignen sich gut für den Außenbereich, da sie pflegeleicht und strapazierfähig sind. Bei einem geschützten Standort können auch Baumwolle und andere Naturfasern infrage kommen. Achten Sie bei allen Materialien auf die Eignung für den Außenbereich und möglichst auf UV-Beständigkeit.
Messen Sie die nutzbare Breite und Tiefe der Sitzfläche. Bei Rücken- oder Lounge-Kissen sollten Sie zusätzlich die benötigte Höhe und Form berücksichtigen. Bei Möbeln mit Rundungen oder Armlehnen sollten Sie an mehreren Stellen messen, damit das Kissen später nicht übersteht oder verrutscht.
Nein, wasserabweisend bedeutet nicht automatisch wasserdicht. Ein wasserabweisender Bezug kann leichte Feuchtigkeit oder kurze Regenschauer abhalten. Bei längerem Regen sollten Sie die Kissen trotzdem trocken lagern und nach einer Durchfeuchtung vollständig trocknen lassen.
Das hängt vom Bezug und den Herstellerangaben ab. Abnehmbare Bezüge lassen sich häufig separat reinigen, während die komplette Polsterung nicht unbedingt für die Waschmaschine geeignet ist. Beachten Sie deshalb immer das Pflegeetikett.
Lassen Sie nasse Kissen vollständig trocknen, bevor Sie sie verstauen. Lagern Sie sie nicht feucht in einer geschlossenen Gartenbox und sorgen Sie für eine trockene, möglichst gut belüftete Umgebung. Regelmäßiges Entfernen von Schmutz und Feuchtigkeit hilft ebenfalls.
Für die Winterlagerung eignen sich ein trockener Keller, ein Gartenschrank oder eine ausreichend große Gartenbox. Reinigen und trocknen Sie die Kissen vorher vollständig. Bei einer Gartenbox sollten Sie außerdem darauf achten, dass die Polster nicht dauerhaft stark zusammengedrückt werden.
Reduzieren Sie direkte Sonneneinstrahlung möglichst durch einen Sonnenschirm, eine Überdachung oder einen geschützten Standort. UV-beständige Bezugsstoffe können das Ausbleichen verlangsamen. Bei längeren Phasen ohne Nutzung ist es sinnvoll, die Kissen trocken und vor direkter Sonne geschützt aufzubewahren.
